Klima-Aktion auf dem Anger

Im Rahmen des Studium-Fundamentale-Seminars „Climate Change Theatre Action“ von Prof. Dr. Ilka Saal und Dr. Verena Laschingert laden Studierende der Universität Erfurt am Mittwoch, 20. November, zu einer kleinen Aktion auf dem Anger ein. Sie soll die Klimakrise aus feministischer Perspektive beleuchten und beginnt um 13 Uhr.

„Die Klimadebatte umfasst verschiedene Themen und Aspekte und besonders auf einen Aspekt möchten wir mit unserer Aktion aufmerksam machen“, sagen Laura Zahn und Johanna Heckert, zwei der Aktivist*innen. „Die Klimakrise trifft besonders häufig Frauen und Menschen, denen das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde. Vor allem in Ländern des globalen Südens sind sie es meist, die in der Landwirtschaft und zu Hause arbeiten. Bei Dürren müssen sie weiter laufen, um Wasser zu holen. Nach Naturkatastrophen sind Frauen häufiger Opfer sexueller Gewalt und wenn es notwendig ist, dass eine Familie die Heimat verlässt, sind es oft die Frauen, die zurückbleiben. Beim Tsunami 2004 in Südostasien sind viermal mehr Frauen umgekommen, als Männer, da sie sich nicht so schnell von zu Hause wegbewegen konnten: Sie mussten Kindern und Familienangehörigen bei der Flucht helfen und ihre langen, traditionellen Kleider erschwerten das Rennen. Außerdem konnten viele der Frauen schlecht oder gar nicht schwimmen. Es ist uns wichtig, auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Wir müssen uns zusammenschließen und für Klimagerechtigkeit kämpfen. Deshalb möchten wir uns solidarisch zeigen mit allen Frauen weltweit, die unter den Folgen des Klimawandels leiden.“