Sabine Schmolinsky mit KAIROS-Preis geehrt

Prof. Dr. Sabine Schmolinsky, die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Universität Erfurt, ist mit dem Kommunikationspreis KAIROS für besonderes Engagement für Geschlechter- und Chancengerechtigkeit ausgezeichnet worden, den der Landesfrauenrat Thüringen e.V. (LFR) jetzt bereits zum 8. Mal vergeben hat. KAIROS steht in der griechischen Mythologie für die rechte Zeit, den richtigen Augenblick. „Wer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Worte findet, die aufwühlen und auf Probleme hinweisen, wer Lösungen vorschlägt oder Sympathie bekundet, verdient auch öffentliche Würdigung“, erklärte dazu Julia Hohmann vom Vorstand des LFR Thüringen und Leiterin der Jury.

Prof. Dr. Sabine Schmolinsky ist Historikerin und lehrt seit 2009 an der Universität Erfurt. 2010 übernahm sie die Aufgaben der Beauftragten für Gleichstellungs- und Familienfragen. Während ihrer zehnjährigen Tätigkeit, habe sie einen Kulturwandel in der Hochschule eingeleitet, hieß es in der Begründung der Jury weiter. So sei hier beispielsweise inzwischen die gendergerechte Sprache üblich, gebe es die Filmreihe „Queer Cinema“, seien Erfolge im Professorinnen-Programm des Bundes und der Länder zu verzeichnen und habe die Hochschule dreimal das Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“ erhalten. Mit Sabine Schmolinsky habe die Universität in den vergangenen Jahren nachweislich Rahmenbedingungen geschaffen, die die Vereinbarkeit von Studium oder wissenschaftlicher Karriere mit Familienaufgaben ermöglichen und bundesweit Beachtung finden.

Der Landesfrauenrat vergibt keinen Geldpreis, sondern einen Kunstpreis. Thüringer Künstler*innen können sich für die Gestaltung bewerben und erhalten somit eine Plattform, ihre Kunst zu präsentieren. In diesem Jahr gestaltete die Erfurter Künstlerin Monika Matthes das Bild „Kairos“.

Bildnachweis: Sabine Schmolinsky wurde 2019 mit dem Kairos-Preis ausgezeichnet. (Foto: Wolfram Schubert)