Ausstellung: „Wo beginnt Heimat?“

Unter dem Titel „Wo beginnt Heimat?“ präsentiert die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität Erfurt eine neue Ausstellung im Foyer der Cafeteria & Kantine „Am Alten Steiger“ im Regierungsviertel Werner-Seelenbinder-Straße 6, Erfurt. Die Schau porträtiert inhaltlich und visuell ein überraschend vielseitiges Kaleidoskop von Familien und Familiennetzwerken aus verschiedenen Nationen und Kulturkreisen, die in Thüringen verwurzelt sind. Sie wird am Mittwoch, 2. Oktober, um 11 Uhr im Beisein von Heike Werner, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in Thüringen, eröffnet.

Die Ausstellung vermittelt persönliche Einblicke in Lebensentwürfe, Visionen und skizziert den Bildungsalltag auf vier Kontinenten: Beispielsweise eine Abiturientin aus Ilmenau, die an einer Grundschule in Nepal ihre Fähigkeiten im Klavierspiel unter Beweis stellt, die sie auf unkonventionelle Weise bei ihrer in Weimar lebenden japanischen Klavierlehrerin erworben hat. Oder: Ein junger Nicaraguaner macht Dank seiner langjährigen couragierten deutschen Bildungspatin bei den Erfurter Stadtwerken ein Praktikum und reist einige Jahre später mit seinem Masterabschluss der Georg-August-Universität Göttingen in seine Heimat zurück. Eine aus Südkorea stammende Erfurter Künstlerin übersetzt die Waldorf-Pädagogik in ihre Muttersprache und ist in ihrer Heimat mittlerweile eine anerkannte Expertin auf diesem Gebiet. Ein Kinderbuchautor und -illustrator mit multikultureller Familie zeigt seine Geschichten an Erfurter Schulen und lässt Kinder ihre eigenen zeichnen. Vorgestellt werden außerdem abgeschlossene Forschungs- und Kunstprojekte von Studentinnen der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt.

Die Wanderausstellung ist das Ergebnis vieler Interviews und Recherchen im Rahmen des dreijährigen wissenschaftlichen Forschungsprojektes „Tisch und Küche in bikulturellen Familien“ an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Burkhard Fuhs. Für die Idee, Projektentwicklung, Recherche sowie die inhaltliche und künstlerische Gestaltung zeichnet Susanne Besser, Mitglied im Verband Bildender Künstler Thüringen, verantwortlich.