Podiumsdiskussion: „Universität der Zukunft – Zukunft der Universität?!“

Im Rahmen der Feierlichkeiten zu ihrem 25-jährigen Bestehen lädt die Universität Erfurt am Dienstag, 4. Juni, zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Universität der Zukunft – Zukunft der Universität?!“ ein. Beginn ist um 18 Uhr Coelicum, Domstraße 10.

Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Julia von Blumenthal (Präsidentin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder), Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans (Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung Hannover), Prof. Dr. Christoph Markschies (Präsident a. D. der Humboldt Universität Berlin) sowie Prof. Dr. Peter Walgenbach (Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Organisation, Führung und Human Ressource Management, FSU Jena). Für die Moderation hat Dr. Hanna Proner (DIE ZEIT) zugesagt.

Vor dem Hintergrund der herausragenden Bedeutung, die Universitäten historisch für die gesellschaftliche Entwicklung im Allgemeinen und die Geistes- und Kulturgeschichte im Besonderen haben, soll im Rahmen der Veranstaltung der Frage nach Herausforderungen und Zukunftsperspektiven von Universitäten nachgegangen werden. Der besondere Fokus liegt dabei auf dem Typus der kleinen Profiluniversitäten, zu denen die Universität Erfurt gehört.

Mit ihrem geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Profil nimmt sie seit ihrer Wiedergründung eine besondere Position innerhalb der Thüringer Hochschullandschaft ein. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre stellt dabei ein zentrales Merkmal ihres Programms dar und bildet die konstitutive Voraussetzung, um Antworten auf die komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Das Jubiläum soll deshalb zum Anlass genommen werden, um zu diskutieren, vor welchen Herausforderungen kleine Profiluniversitäten wie die Universität Erfurt stehen und welche Potenziale sich für ihre weitere Entwicklung ergeben. Dabei gilt es auch zu klären, welchen Beitrag die Universität Erfurt zur Zukunft von Wissenschaft leisten kann und welche Fragen durch sie als forschende Einrichtung paradigmatisch und stellvertretend für einen breiten, fächerübergreifenden Wissenschaftsdiskurs bearbeitet werden sollten. Exemplifizieren lässt sich dies etwa an der Frage nach dem Verhältnis von quantitativ-empirischen zu hermeneutischen Wissenschaftsansätzen oder dem Beitrag einer Universität mit geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichem Profil zu großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, welche Bedeutung fachlicher Interdisziplinarität zukommen kann und soll, um die Erkennbarkeit einer kleinen Profiluniversität weiter zu stärken.

Die Veranstaltung wird mit einem Impuls beginnen, den Dominique-Marcel Kosack, Promovend an der Katholisch-Theologischen Fakultät, als Nachwuchswissenschaftler einbringt. Im Anschluss daran sollen die Podiumsteilnehmenden in die Debatte eintreten, bevor dann die Diskussion geöffnet wird.