Gedenkstätte Andreasstraße

Podiumsdiskussion: „Ziviler Ungehorsam und Demokratie“

„Recht brechen, um Recht zu schützen: Ziviler Ungehorsam und Demokratie“ lautet der Titel einer öffentlichen Podiumsdiskussion, zu der alle Interessierten am Freitag, 16. November, in die Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt eingeladen sind. Es diskutieren Dr. Andreas Braune (Jena), Prof. Dr. Heinz Kleger (Potsdam) und Prof. Dr. Alexander Thumfart (Erfurt). Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung ist Teil eines Workshops zum Thema „Ziviler Ungehorsam“, den die Université Paris 3 Sorbonne Nouvelle, die Universität Erfurt und das Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte gemeinsam organisieren: 2018, also in dem Jahr, in dem Frankreich und Deutschland den 50. Jahrestag von 1968 begehen, dem Jahr, das zum Symbol einer transnationalen Protestbewegung auf ganz verschiedenen Gebieten (Politik, Wirtschaft, Philosophie, Erziehung, intergenerationell oder in der Gedenkpolitik in der BRD) geworden ist, möchte die Veranstaltung mit Wissenschaftlern aus Frankreich und Deutschland den historischen Hintergrund und den Einfluss dieser für die Herausbildung von „zivilem Ungehorsam“ in Theorie und Praxis entscheidenden Phase untersuchen. Zum anderen sollen das Erbe und die Entwicklung dieses Modells und seine Ausprägungen in der Gegenwart hinterfragt werden – gerade dort, wo gewisse Bewegungen das Recht einfordern, im Namen des Gemeinwohls gegen die Regeln verstoßen zu dürfen. Dabei muss die Rolle dieser Bewegungen in den westlichen Demokratien ebenfalls hinterfragt werden.