Modellversuch „KoProNa“ verzeichnet weitere Erfolge

Seit 2016 begleitet der Fachbereich Berufspädagogik und Weiterbildung der Universität Erfurt im Modellversuch „KoProNa – Konzepte zur Professionalisierung des Ausbildungspersonals für eine nachhaltige berufliche Bildung“, Thüringer Unternehmen bei der Implementierung nachhaltiger betrieblichen Ausbildungsstrukturen. Eines der Unternehmen, die Brandt Zwieback GmbH in Ohrdruf, ist dank dieser Unterstützung nun unter den Finalisten im bundesweiten Wettbewerb „Digital Youngsters“ des Vereins WorldSkills Germany. Mit ihrem Beitrag zum Thema „Arbeit und Lernen 2030: Digital Youngsters nehmen Zukunft selbst in die Hand“ müssen sich die Auszubildenden aus Ohrdruf nun mit sechs weiteren Finalisten messen.

„Wir haben im Laufe des Projekts gemerkt, dass die Unternehmen bereits viel Aufwand betreiben, um die betriebliche Ausbildung für ihre Auszubildenden abwechslungsreich und motivierend zu  gestalten“, erklären Claudia Müller und Jens Reißland, die „KoProNa“-Projektleiter an der Universität Erfurt. „Umso erfreulicher ist es, dass diese Bemühungen nun erste Früchte tragen. Und wir sind stolz darauf, dass wir dazu beitragen konnten.“

Der Modellversuch konzentriert sich vor allem auf die Schlüsselpersonen in der betrieblichen Bildung: das Bildungspersonal und die Personalverantwortlichen. Zusammen mit den „KoProNa“-Verantwortlichen erarbeiteten sie im Rahmen von Workshops verschiedene thematische Schwerpunkte. Hinzu kamen qualitative Interviews, in denen die Unternehmen zu den jeweils individuellen Ausbildungssituationen und den damit einhergehenden Herausforderungen befragt wurden. Aus den gewonnenen Daten wurden anschließend einzelne Unternehmensfälle mit je individuellen Bedarfen erstellt, die schließlich die Grundlage für die Erarbeitung neuer Konzepte zur Professionalisierung des Ausbildungspersonals und für eine nachhaltige berufliche Bildung darstellen. Claudia Müller: „Bei all unseren Überlegungen haben wir von Anfang an auch die Auszubildenden in den jeweiligen Unternehmen mit einbezogen. Denn erst im Zusammenspiel mit ihnen kann eine nachhaltige betriebliche Ausbildung gelingen.“