Susanne Rau

„Wiener Preis für Stadtgeschichtsforschung“ für Prof. Dr. Susanne Rau

Susanne Rau, Professorin für Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit an der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt, hat am Dienstag, 10. November, im Wiener Rathaus den „Wiener Preis für Stadtgeschichtsforschung“ verliehen bekommen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird seit 2010 vom österreichischen Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung vergeben. Ausgezeichnet werden Arbeiten auf dem Gebiet der vergleichenden Stadtgeschichtsforschung des europäischen Raumes. Susanne Rau erhielt den Preis für ihr Buch „Räume der Stadt. Eine Geschichte Lyons 1300-1800 Lyon“, das 2014 im Campus Verlag erschienen ist.

Das an Rhône und Saône gelegene Handelszentrum Lyon, ist heute die drittgrößte Stadt Frankreichs. Deren Geschichte schreibt die Historikerin aus einer konsequent räumlichen Perspektive. Neben einer Einführung in die aktuelle Stadtgeschichtsforschung bietet das Buch eine umfassende Bibliografie zur Stadtgeschichte Lyons und Anregungen für Spurensuche in Archiven. Auf der Basis zentraler Quellenbestände erzählt es die Geschichte einer wichtigen Metropole der Neuzeit als einen spannungsreichen Prozess von Veränderung und Verstetigung, in der die Stadt als etwas gesellschaftlich Geschaffenes begriffen wird. Zugleich liegt eine Studie zu der Frage vor, die uns auch heute noch beschäftigt: die nach der Räumlichkeit von Kultur in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft.

Prof. Dr. Susanne Rau wurde in Wien mit dem Preis für Stadtgeschichtsforschung ausgezeichnet.
Prof. Dr. Susanne Rau wurde in Wien mit dem Preis für Stadtgeschichtsforschung ausgezeichnet. (Foto: PID der Stadt Wien/C.Jobst)