Internationale Tagung: „Ritualdynamik und rituelle Akteure“

Wie reagieren rituelle Akteure, wenn sich die historischen, politischen und religiösen Umstände ändern? Passen sie die Rituale, die sie in der Vergangenheit ausgeführt haben, den neuen Umständen an? Erfinden sie vielleicht sogar neue Rituale, um auf neue Herausforderungen zu reagieren? Welche Herausforderungen entstehen, wenn die Genderfrage in religiöser und ritueller Sprache berücksichtigt werden soll? Sind Veränderungen von Ritualen eher als Reformation oder eher als Revolution zu interpretieren? Vom 19. bis 21. Februar 2020 soll eine international besetzte Konferenz des Research Centres „Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart“ der Universität Erfurt auf diese Fragen Antwort geben.

Auf dem Programm steht neben den Vorträgen namhafter Referenten auch eine Festveranstaltung, die das fünfjährige Bestehen des Research Centres würdigen soll. Darüber hinaus ist am 19. Februar um 18 Uhr unter dem Titel “King David’s Lyre” ein Gesprächskonzert mit Jascha Nemtsov und Julia Rebekka Brembeck-Adler geplant. Und in einer Round Table Discussion im Bildungshaus St. Ursula wird es um die Entwicklung jüdischer Identität im 19. und 20. Jahrhundert gehen.

Die Konferenz wird ausschließlich in englischer Sprache abgehalten. Die Vorträge finden im Bildungshaus St. Ursula statt, das Gesprächskonzert im Augustinerkloster Raum Staupitz/Lang statt. Es wird eine Tagungsgebühr von 30 € erhoben, die Mahlzeiten und Konzertteilnahme einschließen. Um Anmeldung bei Claudia Bergmann wird gebeten.

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