Studie zeigt Trend zur Digitalisierung in der Berufsorientierung

Im Sommersemester 2019 haben die Studentinnen Julia Dombrowsky, Patricia Lehmann und Lorena Oppelt im Rahmen ihres Forschungspraktikums im Master-Studiengang Erziehungswissenschaft an der Universität Erfurt in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer Erfurt und den Industrie- und Handelskammern der anderen neuen Bundesländer eine groß angelegte Befragung von Auszubildenden durchgeführt. Unter Anleitung von apl. Prof. Dr. Matthias Vonken wurden ca. 2600 Auszubildende im ersten Lehrjahr in IHK-Berufen zu den Themen Berufsorientierung, Berufswahl und Zufriedenheit mit ihrer Berufsausbildung befragt. Jetzt wurden die Ergebnisse präsentiert.

Im Vergleich zu anderen, früheren Studien in diesem Themenbereich zeigten sich dabei interessante Veränderungen: Social Media und Online-Recherchen haben sich demnach als wichtiger Bestandteil der Berufsorientierung etabliert und damit z.T. andere Maßnahmen verdrängt. Jedoch bleiben laut Umfrage Praktika und Informationsveranstaltungen die wichtigsten Maßnahmen, um sich beruflich zu orientieren. Der Trend zur individuellen Digitalisierung der Berufsorientierung scheint jedoch deutlich sichtbar zu werden. Bezüglich des Berufswahlprozesses ist die Familie immer noch ein wichtiger Faktor für die Berufswahl. Am stärksten wird diese aktuell jedoch von der Nähe zum Heimatort, der Betriebsgröße und der Ausbildungsvergütung beeinflusst. Innerhalb der Berufsausbildung empfinden Auszubildende heute insbesondere die Entfernung zwischen ihrem Wohnort und dem Ausbildungsbetrieb und die anfallenden Kosten für den Berufsschulbesuch als problematisch.