Neues Forschungsprojekt untersucht „Kulturelle Bildungslandkarten“

Mit rund 448.000 Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das am Fachbereich Kunst der Universität Erfurt angesiedelte Projekt „KuBiLa Kulturelle Bildungslandkarten – Visuelle sozialräumliche Netzwerkanalyse kooperativer kultureller Bildung in ländlichen Räumen im Vergleich“. Das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Stutz startet am 1. Dezember und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Es geht mittels Mapping der ethnografischen Frage nach, welche sozialräumlichen Strukturen die Aktivitäten kultureller Bildung von Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen in peripheren und sehr peripheren ländlichen Regionen aufweisen und inwiefern sich hieraus übertragbare Potenziale zur Nutzung von Synergien und zur Bildung von Kooperationen zur Unterstützung einer engagementförderdenden, inklusiven und diversitätsorientierten kulturellen Bildung ergeben. Untersucht wird auch, welche förderlichen und hemmenden Faktoren es dabei gibt und welche Unterstützungsbedarfe sich für die Ausgestaltung künftiger Strukturierung kultureller Bildung in ländlichen Regionen ableiten lassen.

Das Projekt findet in ausgewählten Regionen von Thüringen als einem der neuen Bundesländer statt, das sowohl Merkmale sogenannter Strukturschwäche aufweist, aber auch über sozioökonomische und kulturelle Potenziale verfügt: in den Landkreisen Kyffhäuser und Unstrut-Hainich sowie in Nordhausen. In einer späteren Projektphase sollen dann zwei andere ostdeutschen Bundesländer zum Vergleich herangezogen werden, um bundeslandübergreifende Kriterien benennen zu können.