Romanikforschungspreis für Julia Seeberger

Julia Seeberger, die im März 2019 am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt promoviert wurde und gegenwärtig wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Mittelalterliche Geschichte der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt ist, erhält für ihre Dissertation den Romanikforschungspreis 2019. Der internationale Nachwuchspreis ist mit 2000 Euro dotiert und wurde mittlerweile zum 9. Mal vom Europäischen Romanik Zentrum ausgeschrieben.

Die Preisträgerin wurde von einer international besetzten Jury für ihre Dissertation zum Thema „Olfaktorik und Entgrenzung – die Visionen der Wienerin Agnes Blannbekin (+1315)“ gewürdigt. In dieser Arbeit stehen die Mustererzählungen über die bislang eher unbekannte Mystikerin Agnes Blannbekin im Mittelpunkt einer sinnesgeschichtlichen Untersuchung, die sich besonders dem Geruchssinn zuwendet.

Gefördert wird der Preis durch die Stiftung der Saalesparkasse (Halle) und Gerhard Mauch (Ludwigshafen). Das Ziel der Preisvergabe ist die Nachwuchsförderung in den Bereichen Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte, Kirchen- oder Rechtsgeschichte der Romanik. Der Preis wird am 30. Januar 2020 in Merseburg verliehen. Die Laudatio hält Prof. Dr. Jörg Ulrich.

„Dieser Preis ist eine tolle Würdigung der innovativen Forschungsleistung von Julia Seeberger, die nicht nur bislang nicht bearbeitetes Handschriftenmaterial erhoben hat, sondern darüber hinaus ein spannendes Kapitel zur Geschichte der Olfaktorik vorgelegt hat“, sagt Prof. Dr. Markus Vinzent, Fellow am Max-Weber-Kolleg, der die Arbeit gemeinsam mit Prof. van Eickels betreut hat.