„Der lange Schatten des Vaters – Amplonius senior und Amplonius junior als gelehrte Mediziner“

Mit dem Vortrag „Der lange Schatten des Vaters – Amplonius senior und Amplonius junior als gelehrte Mediziner“ von Dr. Brigitte Pfeil setzt die Universität Erfurt in ihrem Jubiläumsjahr am Dienstag, 25. Juni, die Reihe „Erfurter Universitätsgeschichte(n). Die Bibliotheca Amploniana als Quelle des Wissens und der Inspiration“ fort. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr in der Kleinen Synagoge (An der Stadtmünze 5). Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Die Referentin wird versuchen, die Person des jüngeren Amplonius anhand bestehender Überlieferung aus dem Schatten des berühmten Vaters zu lösen und dabei auch Fragen nach Karriere und fachlichem Format des Sohnes im Vergleich zum älteren Amplonius aufzuwerfen. Unter Bezug auf medizinische Handschriften der „Bibliotheca Amploniana“ und ein bisher kaum beachtetes Pestregimen möchte sie außerdem aus den Biografien und Hinweisen zur praktischen ärztlichen Tätigkeit der beiden Amplonii allgemeinere Schlüsse auf das Wirken akademisch hochgebildeter Ärzte zu Beginn des 15. Jahrhunderts ziehen.

Brigitte Pfeil studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Mainz, wo sie in Germanistischer Mediävistik promoviert wurde. Nach Lehrtätigkeit und Mitarbeit an verschiedenen DFG-Projekten zur Editionsphilologie und Handschriftenerschließung in Mainz, Leipzig und Halle war sie zwischen 2006 und 2011 als Projektmitarbeiterin an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt sowie der Universitätsbibliothek Erfurt mit der weiteren Erschließung der „Bibliotheca Amploniana“ betraut. Danach wechselte sie an die Universitäts- und Landesbibliothek Kassel. Seit 2014 ist sie dort Leiterin der Sondersammlungen und der Landesbibliothek.

Der nächste Vortrag in der Reihe „Erfurter Universitätsgeschichte(n)“ folgt dann am 1. Oktober ebenfalls um 19 Uhr in der Kleinen Synagoge.