Jamal Malik in Beirat für Islam-Theologie der Humboldt-Universität berufen

An der Humboldt-Universität (HU) soll im Herbst 2019 die Berliner Islam-Theologie in einem Zentralinstitut erste Studierende aufnehmen. Der Berliner Senat und die HU haben jetzt bekanntgegeben, wer in den theologischen Beirat für die Islam-Theologie berufen wurde. Teil des insgesamt siebenköpfigen Gremiums ist neben dem Altbischof Wolfgang Huber auch Jamal Malik, Professor für Islamwissenschaft an der Universität Erfurt. Er ist einer von zwei unabhängigen Hochschulvertretern, die im Beirat gleichberechtigt mit den Verbandsvertretern stimmberechtigt sind und als liberales Gegengewicht zu den konservativ ausgerichteten Verbänden fungieren sollen. Mit Malik kommt ein Wissenschaftler in den Beirat, der zu religiöser Pluralität forscht und zu dessen Themenschwerpunkten Muslime in Europa und der Islam in Südasien gehören.

Der Beirat setzt sich aus jeweils einem Vertreter oder einer Vertreterin der drei beteiligten Islamverbände und aus zwei Hochschullehrenden islamischen Glaubens aus der Islamischen Theologie oder einer fachnahen Wissenschaft zusammen. Diese fünf Beiratsmitglieder sind stimmberechtigt und können bei theologischen Bedenken gegen Studieninhalte oder gegen die Berufung beziehungsweise die Amtsführung von Professoren intervenieren.