Internationale Tagung zu Museen und Sammlungen

Die Geschichte von Sammlungen und Museen hat Konjunktur und das insbesondere mit Blick auf die zunehmend globaler werdenden Zirkulationen von Menschen, Dingen und Materialien seit Beginn der Neuzeit. Insbesondere koloniale Verflechtungen haben hier in jüngster Zeit für Aufmerksamkeit gesorgt, wobei nicht nur die Metropolen, sondern auch die sogenannten Peripherien in den Blick geraten sind. Vor diesem Hintergrund steht es jetzt an, sich der Geschichte Gothas in neuer Weise zu nähern. Unter der Überschrift „Beyond the Metropolis. Provincial Museums, Collections and Sociabilities during the long 19th Century“ wird vom 13. bis 15. Februar auf Einladung des Forschungszentrums Gotha der Universität Erfurt und der Humboldt-Alumni-Arbeitsgruppe zu „Museum Networks: People, Itineraries, and Collections (1770-1920)“ unter der Leitung von Prof. Dr. Iris Schröder (FZG), Prof. Dr. Irina Podgorny (La Plata, Argentinien) und Prof. Dr. Nathalie Richard (Le Mans) eine internationale Tagung stattfinden, die die Gothaer Sammlungen, und zwar insbesondere die naturgeschichtlichen Sammlungen, in einen breiteren Kontext zur Diskussion stellen wird.

Neben den weltweiten Verknüpfungen, die Sammlungen widerspiegeln, und neben den Verfahren des Sammelns und Ordnens kommt hierbei auch die jeweilige Lokalgeschichte nicht zu kurz, denn Museen werden hier auch als Ort der Geselligkeit weiter untersucht. Die Vortragenden werden dabei nicht nur in die Gothaer Sammlungen einführen, sondern darüber hinaus den Blick nach Lateinamerika und die USA sowie nach Westeuropa und Nordostafrika weiten.

Die Veranstaltung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Fritz Thyssen Stiftung gefördert.

Plakat zur Veranstaltung