Ringvorlesung WS 18/19

Ringvorlesung: „Antisemitismus- und rassismuskritische Bildung“

Bei der nächsten Veranstaltung der öffentlichen Ringvorlesung von Universität und Fachhochschule Erfurt spricht Saba-Nur Cheema am Dienstag, 15. Januar, zum Thema „Antisemitismus- und rassismuskritische Bildung in Zeiten der Polarisierung“. Der Vortrag beginnt 18 Uhr im Audimax der Fachhochschule Erfurt, der Eintritt ist frei.

Antisemitische Verschwörungstheorien, rassistische Angriffe gegen Migranten und Beschimpfungen auf dem Schulhof, am Arbeitsplatz und in der Straßenbahn: die Liste der Ausdrucksformen von Antisemitismus, Rassismus und anderen Diskriminierungen ist lang. Doch werden solche Vorfälle in Zeiten eines erstarkenden Rechtspopulismus in Politik und Gesellschaft allzu oft relativiert, bagatellisiert und eine Täter-Opfer-Umkehr ist nicht selten zu beobachten. Auch in der Schule, im Jugendclub oder an der Hochschule häufen sich antisemitische und rassistische Vorkommnisse, die nicht aufgearbeitet werden, da zum Teil das Wissen oder die Kompetenz für einen konstruktiven Umgang fehlen – manchmal auch die Sensibilität oder gar der Wille. Häufig meinen Bildungspraktiker, dass die Arbeit gegen Antisemitismus von der Antirassismusarbeit zu trennen ist. Antisemitismus und Rassismus sind selbstverständlich als unterschiedliche Phänomene zu begreifen. Doch ist es gerade das Zusammendenken, also eine doppelte Perspektive von Antisemitismus- und Rassismuskritik, insbesondere in Bildungsräumen eine zentrale Aufgabe und Herausforderung in Zeiten der Polarisierung.

Saba-Nur Cheema leitet den Bereich „Pädagogische Programme und Projekte“ in der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt/Main. Ziel der Bildungsstätte ist die Entwicklung innovativer Konzepte und Methoden, um Jugendliche und Erwachsene für die aktive Teilhabe an einer offenen und demokratischen Gesellschaft zu stärken.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.uni-erfurt.de/ringvorlesung.