Gedenkstätte Andreasstraße

Workshop: „Staatliches Unrecht und seine Aufarbeitung in Deutschland“

Unter dem Titel: „Staatliches Unrecht und seine Aufarbeitung in Deutschland – zeitgeschichtliche, rechtshistorische, strafrechtlich-rechtsphilosophische und historisch-biografische Zugänge“ laden die Professur für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik an der Universität Erfurt und der Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Rechtsphilosophie der Universität Regensburg vom 21. bis 23. Februar 2019 zu einem zeitgeschichtlichen Workshop nach Erfurt ein.

Alltag und Unrecht in der DDR sind in den Lebensgeschichten der ehemaligen Bürgerinnen und Bürger des untergegangenen deutschen Teilstaats oft auf komplexe Weise miteinander verwoben gewesen. Wie soll man, wie kann man die Diktaturerfahrung erinnern? Wie sind Systemgeschichte und Lebensgeschichte zu differenzieren, wie stehen sie in Beziehung zueinander? Welche verfassungs- und strafrechtlichen und welche geschichtskulturellen Probleme stellen sich bei der Aufarbeitung staatlichen Unrechts?

Der zeitgeschichtliche Workshop „Staatliches Unrecht und seine Aufarbeitung in Deutschland“ wendet sich an Studierende und Lehrkräfte der Fächer Recht, Geschichte und Politik und wird zeitgeschichtliche und juristische Perspektiven auf die Erfahrung und Verarbeitung von Unrecht in der ehemaligen DDR vorstellen und reflektieren. Im Rahmenprogramm findet auch ein Stadtspaziergang zu den „Orten der Friedlichen Revolution in Erfurt 1989“ statt.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Landesbeauftragten des Freistaats Thüringens zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Stiftung Ettersberg und dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) statt.

Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch sind die Plätze begrenzt, so dass um Anmeldung bis zum 8. Februar gebeten wird. Eine Teilnahme am gesamten Workshop ist nur nach dieser Anmeldung und erfolgter Bestätigung möglich.

Übrigens: Thüringer Lehrkräfte können sich in diesem Rahmen über das Fortbildungsportal des ThILLM für eine eintägige Fortbildung am Freitag, 22. Februar, anmelden (Programm von 8 Uhr bis 15.30 Uhr).

Programm