Erfurter Dom

Colloquium zur Zeitgeschichte: „Christen in der DDR – Fotografien als Quelle“

„Christen in der DDR – Fotografien als Quelle“ lautet der Titel der ersten Veranstaltung eines neuen Colloquiums zur Zeitgeschichte des Christentums, die am 13. Dezember stattfindet. Das Colloquium soll Wissenschaftler, Zeitzeugen und weitere Interessierte zu Austausch und Diskussion zusammenbringen und ein Forum bieten, den je spezifischen Zugangsweisen zur und Perspektiven auf die Vergangenheit Raum zu geben.

Beginn der ersten Veranstaltung ist um 18 Uhr im Bildungshaus St. Ursula (Trommsdorffstraße 29, 99084 Erfurt). Anhand der Fotografien Harald Kirschners soll danach gefragt werden, was wir in Fotografien (nicht) sehen können. Wie wirken sie? Was wollen sie bewirken? Bieten sie Projektionsflächen für das, was die Betrachter interessiert? Dabei gewährt eine kleine Ausstellung mit Arbeiten Kirschners einen Einblick in seine Fotografien christlicher Feiern und Begegnungen. Nach einem Grußwort von Dr. Babette Winter, Thüringer Staatssekretärin für Kultur und Europa, beginnt um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion. Teilnehmer sind:

  • Harald Kirschner (Leipzig). Er studierte im Anschluss an eine Fotografenlehre an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Nach seiner Tätigkeit als Hochschullehrer arbeitete er als Fotograf. Zuletzt veröffentlichte er den Bildband „Credo – Kirche in der DDR“ (Informationen auf der Verlagsseite).
  • Die Historikerin Elena Demke (Berlin) setzt sich in ihren wissenschaftlichen Arbeiten intensiv mit Wahrnehmungen und Instrumentalisierungen von Fotografien im Kalten Krieg auseinander.
  • Apl. Prof. Dr. Thomas Schneider (Koblenz) forscht zur kirchenlichen Zeitgeschichte und leitet zur Zeit ein Forschungsprojekt zur „Evangelischen Kirche im Rheinland im Fokus der Stasi“.
  • Prof. Dr. Christiane Kuller (Universität Erfurt) beschäftigt sich in ihren Forschungen mit dem Protesantismus in den Debatten um den deutschen Sozialstaat und ist unter anderem Mitherausgeberin der Reihe „Religion in der Bundesrepublik“.
  • Prof. Dr. Jörg Seiler (Universität Erfurt) untersucht in seinen zeitgeschichtlichen Studien die Kirchen im Blickfeld des MfS. Als Leiter der Forschungsstelle für Kirchliche Zeitgeschichte Erfurt tritt er für kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die Zeitgeschichte des Christentums nach 1945 ein.

Die Gründungsveranstaltung wird von der Thüringer Staatskanzlei gefördert.