Internationales Begegnungszentrum der Uni Erfurt (IBZ)

Workshop: “Histories and Rhythms of Urban Violence“

Unter dem Titel “Histories and Rhythms of UrbanViolence: Global-local Encounters in the Nexus of Space and Time” findet an der Universität Erfurt vom 5. bis 7. Dezember ein interdisziplinärer Workshop statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, um Anmeldung wird jedoch gebeten.

Städte spielen eine entscheidende Rolle in der Geschichte von Imperien und in den gewaltsamen Prozessen der Staats- und Nationenbildung. Sie sind zudem Orte, an denen soziale, politische und kulturelle Entwicklungsprozesse einer Gesellschaft angestoßen werden. Gewalt hat oftmals eine zentrale Funktion in Prozessen der Stadtformierung und ihres Wandels inne. Gewalthandeln kann jedoch nicht allein als lokales Phänomen verstanden werden, sondern ist verflochten mit globalen Dynamiken und Entwicklungen. Im Fokus des Workshops steht die Annahme, dass Gewalt durch die spezifischen Charakteristika des Urbanen, seine räumlichen Konfigurationen und städtischen Rhythmen, erzeugt und geformt wird. Gewalt selbst ist als raumzeitliche Praktik zu verstehen, die Raum und Zeit (bzw. die RaumZeit) des Urbanen beeinflusst. Ein Ziel des Workshops ist es, das generative Potential von Gewalt zu untersuchen, insbesondere im Hinblick darauf, wie Gewalt die RaumZeit des Urbanen formt und verändert.

Die Teilnehmer/innen des internationalen Workshops vertreten verschiedenen Disziplinen, u. a. Geschichtswissenschaften, Soziologie, (urbane) Anthropologie, Architektur, Politikwissenschaften. Die einzelnen Vorträge befassen sich mit Fallstudien aus verschiedenen Weltregionen und umfassen auch vergleichende, translokale und transnationale Ansätze. Einzelne Teile des Workshops widmen sich raumzeitlichen Praktiken von Gewalt in Städten, Erinnerungen und Repräsentationen von urbaner Gewalt, global-lokalen Verflechtungen und theoretischen Reflektionen über die RaumZeit von urbaner Gewalt.

Eröffnet wird der Workshop mit einem Keynote-Vortrag von Klaus Weinhauer (Universität Bielefeld) mit dem Titel: „A Return of a Many-headed Hydra? Spatio-temporal aspects of collective actions, social movements, and violence in port cities (c. early 1900s-mid 1920s)“. Weitere Informationen sind dem Programm zu entnehmen.

Der Workshop wird organisiert von Mara Albrecht (Geschichte Westasiens, Universität Erfurt), Jutta Bakonyi (Durham Global Security Institute, UK), Alke Jens (Arnold-Bergstraesser-Institut, Freiburg), Kirsti Stuvøy (NMBU Norway) und wird finanziell unterstützt durch das Forum for the Study of the Global Condition, das Durham Global Security Institute (UK) und die Erfurter RaumZeit-Forschung (ERZ).

Aufgrund begrenzten Platzes während des Workshops wird um Anmeldung bei mara.albrecht@uni-erfurt.de gebeten.