„Künslichtes Schreiben“: Ausstellung zum 550. Todestag von Johannes Gutenberg

In diesem Jahr jährt sich zum 550. Mal der Todestag des vom Time-Magazin so genannten „Man of the Millennium“, Johannes Gutenberg (um 1400-1468) aus Mainz. Wenig ist über diesen Mann bekannt, der mit seiner Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern aus Metall die Vervielfältigung von geschriebenen Texten revolutionierte und so den Grundstein für die Massenproduktion von Büchern legte. Schnell setzte sich die von ihm entwickelte Technik durch, und es entstanden, von Mainz ausstrahlend, zahlreiche Druckerwerkstätten in ganz Europa.

Anlässlich dieses Todestages zeigt die Universitätsbibliothek Erfurt vom 24. Mai bis 5. Juli unter dem Titel „Künslichtes Schreiben“ eine repräsentative Auswahl an Wiegendrucken, die aus der Dauerleihgabe der Stadt Erfurt stammen und vor allem in ehemalige Erfurter Klosterbibliotheken, die alte Universitätsbibliothek, die Bibliotheca Amploniana und die Bibliothek des kurmainzischen Statthalters Philipp Wilhelm von Boineburg gehörten. Dabei handelt es sich um Frühdrucke aus der Zeit zwischen 1455 und 1500. Im Fokus stehen die Drucker und nationale wie internationale Druckorte aus dieser Zeit sowie deren facettenreiche Druckerzeugnisse. Das älteste Stück der Ausstellung wurde 1466 in Straßburg gedruckt.

Die Ausstellung ist jeweils montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr im Ausstellungsraum der Bibliothek (2. OG) zu sehen. Der Eintritt ist frei.