Prof. Dr. Hans Joas

Hans Joas erhält den Paul-Ricoeur-Preis

Professor Dr. Hans Joas, der frühere Direktor des Max-Weber-Kollegs der Uni Erfurt, erhält am 25. November in Metz den Prix Paul Ricoeur für sein Buch „Comment la personne est devenue sacrée“ – die französische Übersetzung seines Werks „Die Sakralität der Person“, das in großen Teilen am Max-Weber-Kolleg entstanden ist und eine neue Geschichte der Entstehung der Menschenrechte erzählt. In diesem Werk spielt die Philosophie Paul Ricoeurs – die jener etwa in seinem bedeutenden Buch „Das Selbst als ein Anderer“entfaltet – eine bedeutende Rolle. Ricoeur weist unter anderem auf die narrative Struktur des menschlichen Selbstverständnisses hin – ein Aspekt, der für die von Joas entwickelte affirmative Genealogie von Wertvorstellungen von zentraler Bedeutung ist.

Der Paul Ricoeur-Preis wird alle zwei Jahre von der französischen Paul-Ricoeur-Gesellschaft vergeben an Personen, die in Auseinandersetzung mit dem Werk des großen Philosophen einen wesentlichen Beitrag zur öffentlichen Debatte geleistet haben. Bisherige Preisträger waren André Orléan, Charles Taylor und Alain Mahé.