Neue Publikation: „Humor und Religiosität in der Moderne“

Um neuere Forschungen zum Humor in Geschichte und Gegenwart geht es im neuen Buch von Gerald Hartung und Markus Kleinert (Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt), das jetzt unter dem Titel „Humor und Religiosität in der Moderne“ im Springer-Verlag erschienen ist.

Der Band enthält die Beiträge einer Tagung zum Verhältnis von Humor und Religiosität in der Moderne. Zwischen einer humorvollen Sichtweise auf die Welt, die dieser trotz Widrigkeiten eine heitere Seite abgewinnen kann, und der religiösen Vermittlung von Transzendenz und Immanenz lassen sich diverse Verbindungen erkennen. Unter diesem Aspekt werden hier kanonische und vernachlässigte Humor-Theorien und humoristische Kunstwerke betrachtet – von Jean Paul, Hegel und E.T.A Hoffmann, über Kierkegaard, Moritz Lazarus und Freud, bis zur Bewährungsprobe humoristischer Verfahrensweisen unter der Herrschaft des Nationalsozialismus. Die kontroverse Idealisierung der Realität durch Humor erscheint auf diese Weise auch als eine Ausformung der umfassenderen Fragestellung, wie Religiosität unter den Bedingungen der Moderne redlich zum Ausdruck gebracht werden kann, angesichts der Entfremdung von und Kritik an institutionalisierter Religion.

Gerald Hartung, Markus Kleinert (Hrsg.)
Humor und Religiosität in der Moderne
Neuere Forschungen zum Humor in Geschichte und Gegenwart
Springer Verlag, 2017
ISBN 978-3-658-12122-8
39,99 EUR