Erfurter Dom

Gastvorlesung: Von der Israeltheologie zur Islamtheologie?

Mit seiner Erklärung „Nostra aetate“ hat das II. Vatikanische Konzil Maßstäbe gesetzt, um das Verhältnis der Kirche zu den anderen Religionen zu beschreiben. Wie hat sich das auf die Beziehung zum Islam ausgewirkt, mit dem das Christentum die Verehrung des einen Gottes teilt? Auf Einladung des Theologischen Forschungskollegs an der Universität Erfurt spricht am Montag, 26. Juni, in einer öffentlichen Gastvorlesung die Berliner Theologin Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick über das Thema „Der Gott Israels ist der Vater Jesu  – und der Gott des Koran. Von der Israeltheologie zur Islamtheologie? Religionstheologische Überlegungen.“ Beginn ist um 18.15 Uhr im Hörsaal Kiliani, Domstr. 10.

Theologische Fortschritte wurden seit den 1960er-Jahren besonders in der Religionstheologie sowie im Kontext des christlich-jüdischen Dialogs gemacht. Christen wissen sich konstitutiv auf das Volk Israel verwiesen. Das christliche Gespräch mit dem Islam ist theologisch jedoch eigenartig unterbestimmt. Was bedeutet die Haltung der Wertschätzung, die das Konzil gegenüber dem Islam bekundet, für eine christliche Islamtheologie? Bietet die Israeltheologie der Kirche Ansätze auch für ein theologisches Verstehen des Islam? Um dies und mehr wird es im Vortrga von Anja Middelbeck-Varwick, Juniorprofessorin für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Theologie des interreligiösen Dialogs / christlich-muslimische Beziehungen an der Freien Universität Berlin, gehen.