Prof. Dr. Patrick Rössler

„Für manch einen ist das die erste Reise nach Europa…“

SPICE – fünf Buchstaben, die für ein ganz besonderes Programm an der Universität Erfurt stehen: Summer Program in Communications Erfurt. Gerade sind wieder zahlreiche amerikanische Studierende zu Gast auf dem Campus. „WortMelder“ sprach mit dem Initiator Prof. Dr. Patrick Rössler über das Programm…

Herr Professor Rössler, auch in diesem Jahr bietet die Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt die Summer School SPICE an. Sie läuft bereits seit 2005 sehr erfolgreich und ist bei amerikanischen Studierenden sehr bleibt. Was ist ihr Erfolgsrezept?
Wir bieten ein einmaliges Angebot – lernen und leben im historischen Kern Deutschlands mit Ausflug in die Metropole Berlin – zu für amerikanische Verhältnisse attraktiven Kosten. Dabei ist das Ganze im Vorfeld komplett organisiert, von den amerikanischen Dozenten aus der Heimatuni betreut und genau während der Sommerpause in den USA, also ein verlockendes Gesamtpaket.

Woher kommen die Teilnehmer und was reizt sie an SPICE?
Die Teilnehmer sind gemischt von großen und kleinen Universitäten aus unterschiedlichen Regionen, und für manch einen Teilnehmer ist es nicht nur die erste Reise nach Europa, sondern auch das erste Mal außerhalb des eigenen Bundesstaates – und das noch dazu ohne elterliche Aufsicht! In den USA haben Auslandsaufenthalte nochmal einen besonderen Stellenwert, weil (anders als in Europa) das nächste Land nicht so einfach erreichbar ist und Studierendenmobilität wegen des verschulten Systems oft nicht gut funktioniert.

Welche Inhalte werden in diesem Jahr bearbeitet, worum gehts?
Wir haben vier Kurse, die von amerikanischem Lehrpersonal nach dortigen Standards abgehalten werden, und zwar je zwei parallel am Ende der Vorlesungszeit und dann zu Beginn der Semesterferien. Jeder Gast belegt also zwei geblockte Kurse, und die Auswahl reicht von Fragen der Kommunikationsethik über Medienwirkungen bis hin zu Public Relations im internationalen Kontext. Besonders gespannt bin ich aber auf ein Seminar, das die europäischen Flüchtlingsbewegungen aus amerikanischer Perspektive beleuchtet.

Und was hat die Erfurter Kommunikationswissenschaft von diesem Programm?
Zum einen koennen ganz konkret auch unsere Studierenden an den Seminaren teilnehmen und profitieren dabei nicht nur von zusätzlichen Angeboten, sondern können mal testen, ob sie den Studienanforderungen beispielsweise bei einem eigenen Auslandsaufenthalt gewachsen sind. Aber genauso wichtig sind die akademischen Kontakte zu den Hochullehrern, die allesamt von renommierten Universitäten stammen und mit denen in der Vergangenheit bereits interessante Forschungskooperationen gestartet wurden. Und schließlich ist dieses Programm, das in unserem Fach deutschlandweit einmalig ist, ein weiterer Akzent in unserem auf akademische Exzellenz ausgerichteten Studienangebot der Kommunikationswissenschaft.

Weitere Informationen zu SPICE finden Sie auf der Website der Universität Erfurt.