Sammlungs- und Forschungsverbund Gotha nimmt seine Arbeit auf

Der Sammlungs- und Forschungsverbund Gotha hat im Frühjahr 2017 offiziell seine Arbeit aufgenommen. Als Verbund von Forschungsbibliothek Gotha, Forschungszentrum Gotha und Stiftung Schloss Friedenstein Gotha (SSFG) will er den Forschungsstandort Gotha weiter ausbauen. Gemäß den Empfehlungen des Wissenschaftsrats sollen dazu die ursprünglich zusammengehörigen und heute von verschiedenen Institutionen gehaltenen Bestände in ihrer wissenschaftlichen Bedeutung sichtbar und als Forschungsinfrastrukturen zugänglich gemacht werden. Ein erstes Forschungs- und Erschließungsprojekt des Verbunds befasst sich mit Gotha als europaweit vernetztem Zentrum der Naturforschung. Um 1800 entstanden in Gotha Forschungen und Sammlungen zur Astronomie und Geodäsie, zu Mineralogie und Paläontologie, zur Konchyliologie und Ornithologie. Sie gingen aus einem komplexen Zusammenspiel von fürstlicher „Liebhaberei“, höfischer Amtstätigkeit und städtischem Unternehmergeist hervor. Das Projekt erforscht dieses Gefüge mithilfe eines interdisziplinären Zugriffs, der wissens-, medien-, stadt- und hofgeschichtliche Ansätze miteinander verbindet. Der Verbund wird für fünf Jahre vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft gefördert.