Der Förderpreis der Katholisch-Theologische Fakultät der uni Erfurt ging in diesem Jahr an Dominque-Marcel Kosack für seine Magisterarbeit „Ecclesia de martyria“.

Förderpreis der Katholisch-Theologischen Fakultät für Dominique-Marcel Kosack

Gemeinsam mit dem Priesterseminar Erfurt hat die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt heute ihr alljährliches Patronatsfest „Albertus Magnus“ begangen. Im Gedenken an den Heiligen und einstigen Kirchenlehrer standen dabei nicht nur ein Rückblick auf das Universitätsjahr 2015/2016, sondern ebenso eine Auseinandersetzung mit hochaktuellen Fragen der Flüchtlingspolitik im Fokus der Veranstaltung.

Eröffnet wurden die Feierlichkeiten um 9 Uhr mit einem Festgottesdienst im Erfurter Dom, bevor die akademische Feier im Coelicum startete. Prof. Dr. Elke Mack, Inhaberin der Professur für Christliche Sozialwissenschaft an der Universität Erfurt, verknüpfte dabei in ihrem Vortrag die Feierlichkeiten mit aktuellen Fragen des Zeitgeschehens. Unter dem Thema „Barmherzigkeit gegenüber Fremden – Wie grenzenlos muss sie sein?“ erörterte sie nicht nur die Herausforderung von Migrationsbewegungen für die westlichen Sozialstaaten, sondern beantwortete auch die Frage, ob eine christliche Tugend der Barmherzigkeit zu offenen Grenzen führen müsse.

Im Rahmen der Feierlichkeit wurde auch in diesem Jahr wieder der Förderpreis der Fakultät für herausragende Abschlussarbeiten verliehen. Er ging an Dominique-Marcel Kosack für seine Magisterarbeit „Ecclesia de martyria“. Kosack untersucht darin, inwieweit verbreitete theologische Konzepte zur Kirche im 20. Jahrhundert das Zeugnis für den Glauben – die martyria – als konstitutives Element beinhalten. Dabei betont er das persönliche Zeugnis des einzelnen Gläubigen und formuliert dessen Konsequenzen für das Kirchenveständnis.

Lesen Sie hier den Festvortrag von Prof. Dr. Elke Mack noch einmal nach: Vortrag_Barmherzigkeit